Lust und Frust

Ich vermute, daß auf absolut jedem Blog, der sich ums Golfen dreht, ein solcher Post zu finden ist.

Also, wenn wir von Anfängern reden. Ob die Leute, die Ahnung haben und/oder damit Geld verdienen auch so was schreiben, sei mal dahingestellt.

Es scheint ja auch ein wiederkehrendes Thema in eher humoristischen Büchern zu dem Thema zu sein. Mal ab von den offenbar unentbehrlichen Golferwitzen.

Wobei ich mir da denke: Da macht sich jemand lustig darüber, daß er regelmäßig den Ball in die Pampa haut. Ist ja auch gut. Wenn nicht im nächsten Kapitel irgendwas darüber stünde, daß sein Handicap jetzt doch “nur” 9 ist.

Wenn jemand interessiert: Meins ist 54. Höher geht meines Wissens nicht und das krieg ich zumindest momentan auch nicht gespielt.

Wobei ich das auf der einen Runde, die ich da immer spiele, auch nicht so recht nachvollziehen kann. Denn wie man das dann nun umrechnet auf die 9 Löcher auf diesem Platz, ist mir noch nicht klar. Und irgendwie scheint Handicap auch was anderes als “Vorgabe” zu sein. Egal, darum gehts gerade nicht.

Ebay sei Dank habe ich vorgestern eine lustige Stunde auf der Driving Range verbracht. Schläger einer Firma, die seit 1987 keine mehr herstellt. Oder die es seit ’87 nicht mehr gibt. Auch das egal, die Dinger sind jedenfalls alt. Putter war auch keiner dabei und leihen wollt ich mir für die eine Stunde auch keinen.

Die Eisen (7,8,9,P und S) sind soweit in Ordnung. Also was den Zustand betrifft. Gebraucht halt. Da sind auch noch drei große Knüppel dabei, mit denen einer der Vorbesitzer wohl auf dem Parkplatz herumgespielt hat. Jedenfalls sind sie ziemlich verschrammt.

Oder entsprechend des Golferwitzes, nachdem jemand viele Probeschläge mit Funkenflug auf dem Schotterweg gemacht hat und gefragt wurde, welchen Schläger er denn nun verwendet habe, antwortet “DEIN Eisen 7″….

Wurscht auch dieses. Jedenfalls erstmal fröhlich draufgehauen. Was eher von gemischtem Erfolg gekrönt war. Was aber nicht an den Schlägern lag, denn mit dem einen Probeschläger (aktuelles Modell, bzw. vom Vorjahr) ging es auch nicht besser. Und einen Unterschied zum Leihset des Golfclubs konnte ich auch nicht feststellen.

Die Muskelzerrung meldete sich auch wieder. (Note to self: Nächstes mal eine IBU 600 vorher einpfeifen… so wird das nix)

Der Pro vom Schnupperkurs sagte damals (haha…. die paar Wochen her), daß man so 1000 Bälle schlagen muß, bis man den Ball so halbwegs zuverlässig trifft. Mal grob überschlagen dürften es bei mir nun 800 sein. Eine großartige Verbesserung merke ich nicht.

Also nicht, daß ich die Bälle zähle und möglichst viele rausdresche. Nur mal überschlagen.

Wenn ich einen treffe und der sowohl schön fliegt als auch in die ungefähre Richtung fliegt in die ich gezielt habe, dann ist schon ein Hochgefühl. Wenn dann die nächsten beiden das auch machen ist schon super. Nur ist dann Schluß. Die nächsten drei dopsen in irgendeine Richtung, rollen durch die Gegend oder ich grabe das Gras an der Driving Range um. WEIT vor dem Ball. Hinter dem Ball wär ja gut.

Ab und an gelingt mir auch ein Schlag, bei dem die Pille senkrecht nach oben fliegt und von mir nur deshalb nicht nonchalant aus der Luft gefangen wird, weil ich zu verduzt bin.

Ich habe auch so einen Verdacht, was ich grundsätzlich falsch machen. Gut, bei dem Ball, der direkt wieder hochhupft, haue ich einfach von oben drauf. Schon klar.

Ich glaube, mein Problem hat was mit Testosteron zu tun.

Überall steht, man soll “durch den Ball durchschwingen”. Was ich solange kann, wie kein Ball da liegt.

Liegt da aber dieses kleine weiße Ding, schaltet irgendwas in meinem Kopf um auf “HAU DRAUF!”.

Mit entsprechenden Schmerzen im linken Schulterblatt, vielleicht aufwirbelndem Gras und höchstens müde davon rollendem Ball, den man bei aller Liebe noch zwanglos von der Driving Range holen kann, ohne sich zu gefährden.

Die paar Mal, wenn ich es dann schaffe wirklich langsam zu schwingen, fliegt das dämliche Ding Meilenweit. Naja. Nicht wirklich “Meilen”. Mehr so “Anfängermeilen”. Sagen wir mal, in die Gegend vom 100m-Schild.

Viel entscheidener ist, daß er so fliegt, wie er soll. Schönes Geräusch, schöner Bogen, halbwegs gerade, keinen Bogen….

Was aber beim nächsten Schlag dann wieder alles vergessen ist.

Weswegen ich mir jetzt ein paar Schaumgummibälle besorgt habe.

Für den heimischen Garten. Der ist glücklicherweise etwas größer, wird ohnehin von kleinen Pferden regelmäßig zertrampelt – da machts nix, wenn ich mal etwas Grasnarbe absäbel – und ganz gut.

Mit den Dingern gelingt das “Durch den Ball schwingen” schon besser. Auch nicht doll. Und ab und an muß man auf Nachbars Grundstück, um das Ding wieder zu holen.

Auch eingelocht habe ich mit dem Ding schon!

Ein kleines, tiefes Loch. Und drin war er. Zu klein für die Hand….

Aber Schaumgummibälle schwimmen….

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