Der Muskelkater

Nach der Schnupperstunde merkte ich schon, wie mein Arm eierte. Der rechte. Autsch!

Aber ich wollte schon noch ein paar Bälle hauen. Hin und wieder klappte das auch.

Jedenfalls folgte die nächste Woche. Und ich wollte mehr.

Durch meinen Job ist der Feierabend in einer Gegend in der Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, man ausser einen trinken gehen nicht viel machen kann und der lustige 200 km von der Heimat (der neuen) entfernt ist.

Also nichts, was man mal eben pendelt. Jedenfalls nicht, wenn man – so wie ich – ungern um vier Uhr aufsteht.

Also wieder Google angeworfen und den nächsten Golfplatz gesucht.

Hm…. alle nicht so nahe. Aber der geht doch… Stunde kann man ja machen.

Und das ist auch einer, der zwischen der (neuen) Heimat und dem Arbeitsplatz liegt. Ziemlich genau in der Mitte. Anrufen, fragen (blöde Fragen stellen kann ich gut!), hinfahren.

Wetter? Wurscht. Sturm? Och je. Was solls. Namen hab ich vergessen. Es wehte jedenfalls ordentlich und Wasser von oben.

Schläger leihen (einer reicht völlig, will ja nur hauen), Marken für “Range Bälle” (man ist ja lernfähig) kaufen und ab gehts.

Also dachte ich. Jetzt ist dieser Golfplatz/Club aber riesig. “Nehmen sie Hütte drei oder acht, die anderen sind entweder voll oder schwierig oder gesperrt.”

Ah ja. Und wo sind die?

“Da hinten raus, dann sehen sie es schon.”

Stimmt, sieht man. Am Horizont. Ups. Jedenfalls gefühlt. Und bei Sturm und Regen sogar noch weiter.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Anlage ist riesig!

Die “Driving Range” hat alleine neun Hütten, alle ziemlich groß und wenn man überlegt, daß da durchaus mal Leute aufeinander schiessen, dann ist das schon was.

Aber keine Kopfschmerzen deswegen. Happy Gilmore spielt nicht mit. Der würde vielleicht die anderen Hütten mal treffen, aber sonst niemand.

Also fröhlich und – wie ich fand – gar nicht mal so erfolglos die weisse Pille gedroschen.

Lustigerweise – aber das wissen echte Golfspieler sowieso, denk ich – flog der Ball weiter, je weniger Kraft ich einsetzte. Also nicht mit “UMPF” drosch, sondern einfach nur so locker durchschwang. Könnte der Trick sein. Wenn das denn so einfach wäre.

Was man vor allem dann merkt, wenn man vorbei drischt. Und der Schläger ein pfeifendes Geräusch macht, aber nix trifft.

Lustig. Irgendwie.

Man ist ja lernfähig. Ich weiß mittlerweile (die Wii und die “Tiger Woods PGA Tour” am PC zahlen sich aus!), was ein “Achter Eisen” ist. Ich weiß allerdings nicht, ob der Ball wirklich so hoch und knapp an der Regenrinne der Driving Range vorbei fliegen sollte.

Wurscht. Wieder Google: Ein Achter Eisen und Anfänger sollte so groß 100 Meter weit gehen. Also wenn das Schild mit der “100” wirklich 100 Meter weg ist und man mal vergisst, daß der Sturm von hinten mit lustigen wasweißich wievielen Windstärken (als alter Segler würde ich mal Acht Beaufort veranschlagen in den Boen) auch mithalf, dann würde ich sagen, daß ich da schon hinkomme. Wenn ich die Pille treffe. Was sogar ab und an passiert ist.

Von der Warte der Hütte jedenfalls gingen einige der Bälle jedenfalls irgendwohin zwischen 100 und 150. Wenn die Zahlen stimmen. Und man den Wind vergisst. Was man nicht sollte. Egal. Jedenfalls dacht ist “gar nicht mal so übel!”

Ich habe keine Ahnung, ob das so stimmt. Oder ob der Ball wirklich so fliegen soll. Oder welche groben Anfängerfehler ich sonst so gemacht habe.

Vermutlich einige. Alle?

Aber immerhin traf ich den Ball! Zielen kommt später…

Die Rückfahrt (wir erinnern uns: eine Stunde und ein paar zerquetschte) war jedenfalls unangenehm. Der rechte Arm autschte. Bei jedem Schalten.

Am nächsten Tag das gleiche nochmal. Und das bringt mich zu heute: Beim Wegfahren war Schalten schmerzhaft, offenbar kann man sich sogar einen Muskelkater in den Interkostalmuskeln holen (gut, das wusste ich, nur dass das auch beim Golf geht, war mir neu).

Ok: Fazit:

Die Kiste mit der weissen Pille ist anstrengender als man so denkt.

 

 

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