Saustall

Heute bin ich mal wieder nach Feierabend auf den Platz gefahren. Bietet sich an, wenn es geht und das Wetter halbwegs mitspielt.

Überraschend voll, aber das macht ja nix. An einer Stelle habe ich mal eben drei Löcher übersprungen (das geht auf dem Axel-Lange-Platz an zwei Stellen ohne Probleme), da es vor mir sich etwas staute.

Alles kein Thema.

Was mich aber in letzter Zeit doch stört und heute seinen Gipfel erreichte war der Müll.

Ich z.B. als Raucher habe einen kleinen Ascher dabei… aber andere schmeissen ihre Kippen einfach so in die Landschaft. Das mag auf der Straße zwar gerade noch so eben gehen (ist aber da auch nicht schön), aber auf einem Golfplatz ist das gelinde gesagt Scheisse.

Den Vogel schoss aber vermutlich die Gruppe vor mir ab. Ein Vierer-Flight.

Da stand allen Ernstes eine leere Bierflasche auf dem Grün beim achten Loch.

Ernsthaft, muß das sein? Zwanzig Meter weiter steht ein Mülleimer? Gleich beim nächsten Abschlag? Ist das denn so schwer?

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, bei der nächsten Runde eine Tüte mit zu nehmen und den Müll, der mir in die Finger fällt einfach mitzunehmen und zu entsorgen.

Ich rede da nicht von Tees. Die leiden und großartig suchen mag man die Dinger auch nicht, schon klar. Aber ich für meinen Teil nehme jetzt nur noch Holz-Tees (ausser auf der Range, schon klar). Klar sind die jedes zweite Mal im Arsch, aber wenn sie überhaupt was kosten sind es Pfennigbeträge. Plastik hält sich ewig, Holz vergammelt zumindest theoretisch irgendwann.

Ausserdem will der Ball-Gott (eventuell mag das Fliegende Spaghettimonster sich die Aufgabe unter den Nagel reissen) ja ein Opfer.

Aber Mülltüten, Müsliriegelverpackungen, Bierflaschen und anderer Krimskrams muß doch wirklich nicht sein.

Da ist man schon mal in der freien Natur (naja, der umgestalteten freien Natur, ein Golfplatz eben) und dann kann man nicht mal einen eigenen Dreck wieder mitnehmen?

Zugegeben, nicht an jedem Abschlag stehen Mülleimer. Aber so an jedem zweiten oder dritten schon. Überhaupt könnte man da durchaus auch mal einen Ascher hinstellen… Hm. Muß ich mal vorschlagen. Vielleicht mag ja auch eine Firma Werbung drauf schreiben… Da wäre sie unaufdringlich…

Und wo wir schon dabei sind: Ja, ich weiß auch, daß die Grüns da momentan eher einer Kraterlandschaft ähneln. Ist ja erst Frühjahr. Und mir heute zwei Putts zehn Zentimeter vom Loch weg mal eben die Richtung um 45° geändert haben.

Aber trotzdem: Eine Pitchgabel hat doch echt jeder. Ich mag ja das Ding von Victorinox

Und wenigstens ich freue mich, wenn ich eine solche Delle ins Grün haue! Da ist es doch das Mindeste, das Schlagloch wieder auszubessern. Ehrensache! wie es früher bei Schreckenstein hieß.

Gut, ok. In der Kraterlandschaft findet man die manchmal nicht. Ich habe heute bei den paar Mal, wo ich wahrscheinlich eine verursacht habe, meine eigene auch nicht gefunden… dafür aber drei andere.

Und wenn ich schon beim Rant bin: Gehört es etwa nicht mehr zum guten Ton, seine Massaker im Bunker wieder halbwegs glatt zu rechen? Ich war heute gefühlt öfter im Bunker als auf dem Fairway… und irgendwie kam es mir so vor, als würde ich jedes Mal den halben Bunker rechen… Gut, das ist übertrieben. Also nicht, daß ich mehr im Bunker als auf dem Fairway war, das stimmt schon. Aber das Rechen.

 

Aber abgesehen davon war es eine schöne Runde.

Ich habe natürlich auch übertrieben. Der Fleesensee ist keineswegs eine Müllhalde und auch kein Saustall. Im Gegenteil! Was ich an Müll gesehen habe, habe ich auch schon auf anderen Plätzen gesehen. Das macht es aber nicht besser.

Wie gesagt: Ich nehme nächsten Mal eine Tüte mit und sammeln ein wenig was auf. Und wenn das am Ende jeder Zehnte macht, ist der Drops gelutscht.

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Überraschungs-Etiquette

Ich bin momentan nicht weit weg von meinem “Heim”-Golfclub am Arbeiten und düse infolgedessen nach Feierabend auf den Platz.

Der Plan für diesen Tag war recht unspektakulär: Ein paar Bälle hauen und Putten üben.

Weil sich mittlerweile für mich Putten üben lohnt.

Kriegt man ja immer gesagt: Die meisten Schläge sind Putts, also üb die… Was aber kaum einer tut.

Jedenfalls hab ich das getan und wollte danach noch eine kleine Runde spielen.

Wer den Fleesensee nicht kennt: Es gibt insgesamt fünf Plätze, zwei davon öffentlich: Den “Tetra Pak” und den “Fleesensee”. Beides Neunloch-Plätze, wobei der “Fleesensee”-Platz nur aus Par 3 besteht, der “Tetra Pak” auch Vierer hat. Beide eher kurz.

Ich dippel also nach meinen “Übungen” (“Training” mag ich es nicht nennen) zum ersten Abschlag des “Tetra Pak”-Platzes. Vor mir zwei Spieler, offenbar mindestens Anfänger (nicht als Kritik gemeint!) und offenbar erfrischend frei von Kleiderordnung. Die es – meiner bescheidenen Erfahrung nach – im Fleesensee eh nicht so gibt. Man denke sich – auf die Entfernung – zwei Heavy-Metal-Fans in schwarzen T-Shirts. Wie gesagt! Ich habe damit kein Problem.

Ich komme also am ersten Abschlag an, als die beiden schon losgelegt haben. So wie ich vor einem Jahr… ein Par 3 und immerhin ging der Ball in die richtige Richtung, aber lange nicht weit genug. Irgendwo dazwischen eben… Normal also.

Ich schaue mir die Geschichte also an… Hab ja Zeit. Trotzdem fällt erstmal auf, daß die Wägelchen immer recht weit weg stehen. Zumindest der eine wuselt oft zwischen Ball und seinem Bag hin und her.

Oh weia, denk ich. Das wird dauern… Dabei wollte ich nur mal eben so eine Stunde spielen…

Sie kommen ans Grün, der eine Bg steht weit davor und weit weg… wieder Gewusel… hin und her…

Ich überlege schon, ob ichs nicht lasse.

Aber naja. Das Putten geht erstaunlich fix, die Fahne steht wieder und ich schlage. Hui! Aufs Grün!

Die beiden bleiben tatsächlich vor dem Abschlag Zwei stehen. Ich eier mir einen Bogey hin (hey, das ist gut für mich!) und gehe zum nächsten Abschlag. Bei dem die beiden schon warten.

Und mich vorbeilassen!

Ok, liegt nahe.. Auch wenn es so ganz strikt nach Platzregeln nicht sein muß. Einzelspieler haben Pech… aber man läßt sie ja trotzdem durch.

So auch diese beiden.

Soll ja nur mal lobend erwähnt werden… Selbst wenn man es sonst mit der Etiquette nicht so hat. Das ist einfach gesunder Menschenverstand…

Den diese beiden bewiesen haben.

Ich war ja wirklich schneller. Drastisch schneller fast schon. Wer den “Tetra Pak” nicht kennt: Ein kleiner 9-Loch-Platz bei dem die Par 3 locker mit den normalen Eisen zu machen sind (wenn man sie denn trifft) und bei den Par 4 selbst nach einem eher lausigen Abschlag der nächste Schlag aufs Grün gehen kann. Kann, natürlich. Bin ja auch noch Anfänger und werde es wohl auch noch eine Weile bleiben.

Oh, wen es interessiert: nur ein Strich auf der Runde, sechs Bogeys und zwei Par. Was für mich echt klasse ist!

Das klingt jetzt besser als es ist. Aber trotzdem!

 

 

 

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Etiquette

Ja, die gibts. Und die gehört auch dahin. Wie zu eigentlich grundsätzlich jeden menschlichen Handelns.

Man kann durchaus darüber streiten. Denn im Effekt geht es um eines: Den Spaß am Golfen.

Natürlich darf man bei einem Turnier nicht jemand anderem sagen, was er falsch macht. Schon klar.

Und man sollte es nicht ungefragt bei einem “normalen” Spiel tun.

Und das ist der Trick: Ungefragt.

Es gibt ja die Klugscheisser, die einem was von “Chicken-Wings” erzählen und was da alles nicht passt.

Was ja kontraproduktiv ist. Das wissen auch die guten Pros. Die beschränken sich auf drei Dinge, die sie korrigieren in einer Stunde und mehr nicht. Was ich wirklich gut finde. Denn mehr krieg ich eh nicht auf die Reihe. Daß es nach der Stunde praktisch überhaupt nicht mehr klappt, ist eine andere Geschichte die ein andermal erzählt werden soll. Ach Quatsch. Das wurde schon so oft geschrieben, das weiß sowieso jeder.

Aber ich hatte letztens ein Erlebnis.

Ich bin ja nun eher blutiger Anfänger. Und wie einem jeder sagt: “Im ersten Jahr musst du leiden.”

Bis jetzt stimmt das jedenfalls. Aber ich bin noch im ersten Jahr. Vielleicht wird’s im zweiten wirklich besser.

Ich war jedenfalls auf einer Runde, es ging Richtung Herbst, es war ein zwar kalter aber sonniger Tag. Erstaunlich, wie wenig einen unter zehn Grad stören, wenn die Sonne scheint…

Jedenfalls drosch ich, wie es regelmäßig der Fall ist, meine Abschläge rechts in die Pampa. Manchmal klappts, aber eher nicht. (Deswegen habe ich auch viele viele Bälle mit Flugerfahrung dabei.)

Es war an diesem Tag erstaunlich voll, so daß ich in einen bestehenden Zweier-Flicht gesteckt wurde.

Jedenfalls nach einem Abschlag – mal wieder rechts irgendwo ins Rough – die Frage: “Darf ich etwas sagen?”

Das kann böse enden. Da kann durchaus dann eine Tirade an Tipps, Tricks und Kniffen folgen, die gerade mal gar nix helfen. Auch schon erlebt.

Aber ich bin Anfänger. Ich nehme praktisch jede Hilfe, die ich kriegen kann. Also ja, klar darfst du was sagen.

“Beim Probeschlag machst dus noch. Aber beim ‘echten’ Schlag bleibt deine Hüfte praktisch stehen. Keine Bewegung mehr drin. Ich denke, deshalb haust du die alle nach rechts.”

Punkt. Nicht mehr. Nur das.

Mit dem – für mich wirklich sensationellen – Ergebnis, daß ich ab da praktisch alle Bälle nach links gedroschen habe.

Im Verlauf der restlichen Runde musste ich dann die Kompensationen, die ich eingebaut hatte, um weniger nach rechts zu kloppen wieder ausbauen.

Also nicht mehr “rechte Hand weit rum” oder “rechte Schulter nach hinten”…

Wirklich guter Tipp! Und völlig unaufdringlich.

Ja, entgegen der “Etiquette”. Wen juckt? Mich nicht.

Ok, in einem Turnier hätte das Strafpunkte geben können. Aber selbst in einem Turnier (und entgegen sämtlichen Gerüchten sind die ‘normalen’ Golfturniere auch nix wildes) hätte ich spätestens nach dem nächsten Schlag (der wirklich weeeeiiit nach links abgehauen ist) mich bedankt.

Weil für mich ist linksrum: GUUUUT!

Etiquette ist so eine Sache.

Die Nervköpfe, die alles besser wissen mag keiner.

Aber für so einen Tipp kann mir die Etiquette den Buckel runterrutschen.

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Golf und Jeans

Ein ziemlich leidiges Thema, wenn man mal ehrlich ist. So mancher Golfclub hat eine solche Kleiderordnung. Aber warum?

Ganz früher mal waren Jeans die Arbeiterhosen. Und Golf war elitär und nur was für die “oberen Zehntausend”.

Zumindest hört man das des öfteren als Begründung. Unter anderem.

Stimmt ja auch. Früher war Golf elitär und Jeans waren Arbeiterhosen. Wers nicht weiß, deswegen haben die auch die Nieten. Hält länger.

Also ein Standesding. Das Zeichen der “Arbeiterklasse” passte nicht so recht zum elitären Golf.

Aber das ist ja nun beides nicht mehr so ganz zutreffend. Je nachdem, wo man spielt, ist Golf keineswegs mehr der sauteure Zeitvertreib der Reichen. Oh, klar. Gibt immer noch Clubs, die das erstgeborene Kind als Einstand verlangen und dann auch noch salzig abkassieren als Jahresbeitrag.

Nicht falsch verstehen. Golfplätze sind teuer. Sowohl was den Bau als auch was den Unterhalt betrifft. Irgendwo muß das Geld herkommen. Und woher sonst, wenn nicht von den Mitgliedern? Wenn man mal von Königen und Monarchen vor allem in Wüstenregionen absieht, die sich ihren eigenen Golfplatz hinstellen. Und anderen extrem Reichen.

Das Problem, dem sich viele Golfclubs gegenübersehen – meiner Beobachtung nach – ist, daß das Publikum, daß mal eben vier- bis fünfstellige Summen alleine als Einstand auf den Tisch blättern kann und will eher dünn gesät. Oh, geben tut es die durchaus noch. Und sind gar nicht so schlecht für die Golfclubs. Denn mit demnächst Neunzig (ich übertreibe mal) spielt man nicht mehr so viel Golf. Und wenn doch, mietet man sich ein Golfcart.

Aber ich fürchte, diese Generation stirbt aus. Selbst die Jungen, die sich das leisten könnten, überlegen sich das mindestens dreimal. Würde ich meinen. Ich habs mir nicht dreimal überlegt. Sondern nur einmal. Und dann gelassen. Damals.

Allerdings gibt es auch andere Golfclubs. Speziell in Regionen, die mit den “Reichen und Schönen” ohnehin nicht so gesegnet sind. Und da habe ich dann auch nur einmal überlegt. Und es dann getan. Immer noch kein Schnäppchen. Aber kein Kleinwagen.

Golf ist längst nicht mehr so elitär. Oh, der Ruf ist immer noch schlecht. Ich kann das so allerdings nicht bestätigen.

Klar, ich finde es immer noch witzig, wenn Jünglinge (die natürlich um ein Vielfaches besser spielen als ich!) in [SIC] lächerlichen Klamotten auf dem Platze wandeln.

Das ist ja der andere Grund, warum Golfer früher lustige Klamotten anhatten. Also so ganz am Anfang. Denn da wurde ja nun nicht auf einem Platz gespielt, sondern irgendwo in der Pampa. Ich stelle mir das so ähnlich vor wie das heutige Crossgolf.

Und damit andere Spaziergänger wussten, daß da irgendwelche Spinner mehr oder weniger harte Kugeln mit Stöcken durch die Gegend ballern und man besser Vorsicht walten lassen sollte, gabs diese absolut schrägen Klamotten.

(Nette Anekdote, für die ich allerdings meine Hand nicht ins Feuer legen würde…)

Aber das stimmt ja heute auch nicht mehr. Golfplätze sind meistens mindestens mit Schildern versehen und auch Netzen, um die gar nicht so seltenen Querschläger von zufälligen Spaziergängern oder auch Häusern fernzuhalten.

Und auf der anderen Seite sind Jeans auch schon längst nicht mehr das Zeichen der “Arbeiterklasse”. Die gibts ja in der Form ohnehin nicht mehr so wirklich, zumindest in Deutschland.

Was ein anderes Argument ist: Eine schöne Golfhose kostet auch nicht mehr wie eine Jeans. Stimmt. Aber je nach Golfhose ist es eben eine Golfhose. Taugt für nichts anderes. Kann man nicht mal eben so für was anderes anziehen.

Nicht alle. Ich habe zum Beispiel eine Golfhose. Ist im Grunde eine recht locker geschnittene schwarze Hose. Nicht unbedingt Jeansschnitt, aber auch nicht weit weg davon.

Abgesehen davon kann man sich ja mal bei der Jugend von heute nach den angesagten Jeans umhören. Alter Falter! Golfhosen sind billiger! Also wenigstens wenn meine Frau sie kauft. Aber bitte nicht mich fragen, wie sie das immer macht…

Und mit solchen “Nobeljeans” geht keiner mehr arbeiten. Seien wir mal ehrlich: Das Beinkleid der “Unterschicht” ist die abgefuckte [SIC] Trainingshose. Aber sicher nicht mehr die Jeans.

Langer Rede, kurzer Sinn zunächst: Die Standeskiste ist vom Tisch. Von beiden Seiten. Golf ist nicht mehr elitär und Jeans sind nicht mehr die “Arbeiterhosen”.

Nächstes Argument: Beim Tennis zieht man auch keine Jeans an.

Stimmt. Wenn ich allerdings Tennis spielen würde, wäre ich froh, wenn mein Gegner eine Jeans tragen würde. Damit spielt es sich nämlich besch….en.

Man kann auch mit Jeans und Socken auf den Squashcourt. Hab ich mal erlebt. Allerdings war der so gut, daß er mir selbst damit die Bälle um die Ohren gedroschen hat…

“Wenn ich zum Galadiner gehe, ziehe ich auch keine Jeans an.”

Öhm, warum nicht? Die gibts in nobel. Ernsthaft. Die kosten mehr als mein Monatshonorar.

 

Und dasselbe denke ich über den Golfsport. Klar kannst du mit Jeans spielen. Machst du aber nur einmal. Dann stellst du fest, daß locker geschnittene Hosen dramatisch besser sind.

Das gleiche gilt übrigens für kurze Hosen. Gerade als Anfänger macht man das nur einmal. Denn wenn man ständig im tiefen Rough umeinander wurschtelt und seine Bälle sucht, mit Disteln und Dornen und wasweißich für seltsamen Gewächsen, dann will man das nächste Mal lieber lange Hosen.

 

Ich plädiere also dafür, von diesem mittlerweile überholten “Jeans-Verbot” Abstand zu nehmen. Wer wirklich Golf halbwegs ernsthaft betreiben will, der zieht sowieso keine Jeans an. Viel zu eng.

Das Ganze hätte mehrere Vorteile.

  • Der elitäre Charakter und der schlechte Ruf des Golfes würde abnehmen. Meiner Meinung nach würde sich die Kleidervielfalt auf dem Platz sowieso nicht groß verändern. Jeans sind einfach nicht praktisch.
  • Junge Leute würden wegen eben diesem abnehmenden elitären Charakter des Sports eher mal geneigt, es zu versuchen. Und wir wissen alle: Der erste halbwegs getroffene Ball und du bist angefixt.
  • Im Resultat mehr Golfer. Mehr Golfer -> Geringere Mitgliedsbeiträge -> Noch mehr Golfer.

So ein bisschen “elitär” wird Golf immer sein. Selbst die eher “günstigen” Plätze sind für die “Trainingshosenträger in Adiletten” zu teuer.

Ich für meinen Teil war nie mit Jeans auf dem Golfplatz. Ich gehe allerdings auch nicht mit Jeans arbeiten, wenn ich mal was in diesem Sinne “arbeiten” muß. Aus demselben Grund: Jeans sind zu unpraktisch, zu eng, zu wenig Bewegungsfreiheit.

Eine gewisse Kleiderordnung finde ich schon in Ordnung, keine Frage. Labbeljeans und Trainingshosen müssen ja nun nicht unbedingt sein.

Aber ob Jeans da hineingehören möchte ich dann doch bezweifeln und verneinen.

Es ist gewissermaßen ein “edler” Sport. Aber es muß kein “elitärer” sein. Vor allem und nicht zuletzt deshalb, weil Jeans schon lange nicht mehr “anti-elitär” sind.

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Der schlechte Ruf des Golfens

Zumindest in Deutschland hat Golf einen nicht eben guten Ruf.

Und zwar anders, als jetzt Fußball einen schlechten Ruf hat.

Golf steht in den Ruf, ja eh nicht so die wirkliche “Sportart” zu sein, man braucht viel viel Geld, gehört zur “gehobenen” Schicht oder will so erscheinen.

Es gilt als die Sportart der höheren Semester, die keinen Sex mehr haben und nicht wissen, wohin mit der Kohle.

Ein wenig Schickimicki eben.

Klingt ja auch erstmal etwas komisch. Samuel Clemens (besser bekannt als Mark Twain) soll Golf mal als einen “guten Spaziergang, der unterbrochen wird” beschrieben haben.

Und Winston Churchill soll gesagt haben, Golf wäre es, einen viel zu kleinen Ball in viel zu kleine Löcher zu befördern mit dazu denkbar ungeeigneten Werkzeugen.

Gut, so ähnlich kann man jetzt auch Fußball beschreiben. Oder Tennis.

Was die Schickimickis betrifft, da ist tatsächlich was dran.

Ich war letzte Woche öfter auf dem Platz (irgendwann will ich den Ball ja auch mal halbwegs brauchbar und halbwegs zuverlässig schlagen) und was man da so an Leuten sah, passt schon dazu.

Ich meine, welcher Teenager würde sich ansonsten mit weissen Klamotten, seltsamen Hosen und einer “Titleist”-Kappe sehen lassen?

Ich weiß noch, wie es zu meiner Schulzeit dem Typen erging, der tatsächlich Turniertänzer war. So richtig. Und dazu gehört – wusste ich vorher auch nicht – sowohl Haare färben als auch Schminke. Was man halt manchmal Montags noch sah. Mittlerweile sind wir alle ein paar Tage älter und verständiger, aber Teenager sind grausam.

Die Klamotten, die viele beim Golf so anhaben, sind zugegeben oft eher lächerlich.

Dagegen gibt es aber Mittel und Wege.

Viele Golfclubs haben anscheinend eine Kleiderordnung, die so manches vorschreibt. Kragen, also Hemd oder Poloshirt, keine kurzen Hosen, Hemd muß in Hose usw.

Da will man nicht wirklich dazu gehören.

Ich trage schon auch immer Schirmmütze. Allerdings mit Fleiß welche, auf denen Bierwerbung zu finden ist.

Da ich sowieso kein Freund kurzer Hosen bin, stört mich das weniger. Allerdings soll es Golfclubs geben, in denen Cargohosen nicht so gerne gesehen werden. Mir Wurscht, weil in meinem Club das nicht gefordert wird.

Es gibt natürlich gewisse Gegebenheiten, die die Kleidung beim Golfen erfüllen muss.

Ich bin mir recht sicher, daß man auf meinem Golfplatz durchaus auch mit Jeans spielen kann, ohne das der Marshall motzt.

Nur wer sollte das wollen?

Golfkleidung muss luftig sein. Locker sitzen. Also eher zu weit oder eher dehnbar. Damit man nicht behindert wird.

Was die – ansonsten zeitlose und für alles geeignete – Jeans einfach nicht erfüllt.

Für mich bedeutet das, ich setze meine Bierkappe auf, eine ziemlich grelle Sonnenbrille – von der ich zumindest den Eindruck habe, ich würde damit die Pille besser sehen – ein Polohemd mit Kragen, allerdings NICHT in der Hose steckend und eine weite Cargohose. Irgendwo muß ja das ganze Geraffel rein. Pitchgabel (bisher so gut wie unbenutzt weil ich bis jetzt noch fast keine Pitchkrater mache), reichlich Bälle (wie gesagt, mein Verbrauch ist groß) usw.

 

Natürlich kostet Golf auch Geld. Im Vergleich zu anderen Sportarten eher mehr.

Ist ja auch irgendwo verständlich. Es gibt meines Wissens keine andere Sportart, die so viel Platz verbraucht, wenn man mal von der Formel Eins absieht.

So ein Golfplatz kostet. Viel Platz, frickeliger Rasen, Greenkeeper usw.

Vor Jahren, als man mich schon einmal zum Golf bringen wollte, habe ich mal geguckt. Und in der Gegend, in der ich wohnte, waren die Preise gelinde gesagt exorbitant.

Das ging los, daß man sich erstmal einkaufen musste. Was schon mal eine mittlere vierstellige Summe war. Und dann auch noch jährlich eine untere vierstellige Summe abdrücken durfte.

Ich habe damals natürlich nicht mit Golf angefangen. So viel Spaß – dachte ich – kann mir das gar nicht machen, daß ich drei Monatsgehälter erstmal so rausblase.

Ich sags mal so: Ein Argument war, daß auch Skifahren (ein Sport dem ich auch fröne) eine Menge Geld kostet. Stimmt. Aber nicht so viel.

Mittlerweile scheint es so zu sein, daß vielen Golfclubs aufgegangen ist, daß sie keinen Nachwuchs mehr haben. “Nachwuchs” ist dabei durchaus euphemistisch zu verstehen. Denn der “Nachwuchs”, der mal eben knapp an die 10.000 Euronen für ein Hobby ausgeben kann, ist mindestens im mittleren Alter und gut situiert.

Die gab es vor 30 Jahren durchaus. Nur sind die von damals mittlerweile 90, wenn sie denn überhaupt noch leben.

Und Neue kommen nicht nach. Soviel zahlt heute kaum noch jemand. Wenigstens nicht in Deutschland.

Und die drei Hanseln, die das noch bezahlen halten einen Golfclub nicht über Wasser.

Was – zumindest meinem Eindruck nach – dazu geführt hat, daß Golfclubs zwar immer noch nicht eben billige, aber doch bezahlbare Mitgliedschaften anbieten.

Die sich auch rechnen.

Bei meinem Golfclub (Fleesensee) zahlt man seinen Jahresbeitrag (der nicht vierstellig ist) und bekommt dafür Spielrecht auf allen fünf Kursen. Auf einem mit dem Anfängerhandicap von 54 allerdings erst ab 14:00. Je nachdem, wieviel man spielen will, rechnet sich das durchaus.

Überhaupt finde ich es da recht entspannt. Von den fünf Kursen sind zwei (die beiden Neuner) öffentlich, die Range ist ohnehin für jeden frei (Bälle muß man halt kaufen, aber 2€ für 23 Bälle passt schon), die Angestellten sind durch die Bank freundlich und hilfsbereit, das Clubhaus hat eine kleine und übersichtliche Karte mit regelmäßigen Tagesangeboten, der Proshop empfiehlt durchaus auch mal etwas nicht zu kaufen.

Der ganze Platz ist im Grunde meinem Eindruck nach auch eher auf Urlauber angelegt. Rundherum reichlich Hotels und Ferienwohnung, von denen manche sogar direkt am Platz liegen. hat man sich in einem davon einquartiert, kann man durchaus auf dem Weg vom Clubhaus zum Domizil noch mal die ersten drei Löcher vom “TetraPak”-Kurs spielen und direkt vor der zeitweiligen Heimat aufhören.

Und solange Hanseln wie ich spielen, kann man in seinem eigenen Vorgarten seinen Bällevorrat aufstocken.

Zurück zum Thema: Ja, Golf hat einen schlechten Ruf.

Daß, was zu Recht war, scheint sich gerade zu ändern. Allen voran die Preise.

Daß, was zu Recht ist, ist Wurscht. Sucht man sich halt einen Club, bei dem es niemand juckt, ob das Poloshirt nun in der Hose steckt.

Und zumindest in Fleesensee sieht man nicht nur Nobelkarossen vor der Tür stehen. Eher weniger, würde ich sogar sagen. Ja, da stehen auch ein paar “Edle”. Aber die meisten sind “Normale”. Pampersbomber. Kombis. Sowas. Eher keine klapperigen Kleinwagen, was aber vielleicht auch der Tatsache geschuldet ist, daß die Ausrüstung irgendwo hin muß.

Ich selbst fahre eine “Penisverlängerung”. Was lustig ist, weil angeblich eher Frauen dieses Auto fahren. Ein mittlerweile 15 Jahre alter BMW Z3.

Ich sage das nur deshalb, weil ich einen Golfcart gefunden habe, der da tatsächlich in den Kofferraum passt. Einen dreirädrigen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ja, Golf hat einen schlechten Ruf. Aber das ändert sich. Und zwar, je mehr Leute spielen.

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Meine Fehler

Jeder, der schon mal zumindest halbseiden versucht hat, dieses komische weisse Ding zu schlagen weiß, daß es eine Myriade Möglichkeiten gibt, dabei etwas falsch zu machen.

Zunächst mal sieht man das “Falsch machen” daran, daß der Ball nicht dahin fliegt wo er soll oder nicht so weit, wie er eigentlich müßte.

Das ist zunächst mal der Anfang der Fehlersuche. Denn wenn jemand total schräg und mit übelsten Verrenkungen den Ball wunderbar dahin schlägt, wo er hinsoll oder mit dem Driver (auch “Testosteron-Prügel” genannt) puttet und einlocht, dann ist das Schnurzpiepe.

Egal, wie es aussieht, wenn der Ball tut, was man von ihm will, dann ist das nicht so wichtig.

Das tut er beim normalen Golfanfänger allerdings nicht. Ob er es später bei “erfahrenen” Golfer tut, sei mal dahingestellt.

Wir gehen also mal davon aus, daß die Pille nicht da hin fliegt, wo sie hinsoll (wenn sie denn fliegt), nicht weit genug oder nicht konstant genug.

Der Fehler liegt natürlich nicht darin, daß man dann entweder viele Bälle braucht (als Anfänger kauft man bei der Bucht am Besten Großpackungen. 160 Stück für 20 Euro oder sowas) oder im “Rough” (das fieserweise nicht gemähte Gras, Gebüsch, Wäldchen, Acker und was da sonst noch neben der Bahn zu finden ist) seinen Ball sucht.

Das ist nur das Resultat des Fehlers. Oder besser: Der Fehler. Denn es ist selten nur einer.

Und der Fehler liegt – wie könnte es anders sein – im Schwung, mit allem, was dazu gehört.

Weiß ja im Prinzip auch jeder Golfer. Und die, die es werden wollen, werden es lernen…

Natürlich kann man das jetzt auch weiter treiben und die tiefere Ursache dieses Fehlers suchen. Findet man auch: Zu angespannt, zu nervös, nicht genug konzentriert, zu viel konzentriert, nicht genug innere Ruhe, usw.

Aber darum soll es nicht gehen. Es geht um den Schwung. Und das, was ich dabei falsch mache.

Als ich das erste Mal auf einer Driving Range stand und mein späterer Trauzeuge mir die ersten Dinge dazu sagte, lautete der Spruch etwa so: “Du musst nur 37 Dinge gleichzeitig beachten, dann klappts schon.”

Recht hat er. Nur ist das natürlich Unfug. Niemand kann 37 Dinge gleichzeitig im Kopf behalten und beachten.

Normalerweise kann man maximal 7 Dinge gleichzeitig aktiv im Kopf haben.

Und unter Stress weniger.

Das erklärt auch, warum manchmal Leute aus brennenden Hochhäusern springen: Weil die Information “Ich bin im 45sten Stockwerk, das ist keine gute Idee” hinten runter fällt, denn unter dem Stress des Feuers sind es schnell mal nur noch fünf Dinge zeitgleich. Oder gar drei. Und die drei sind dann: “Da brennts, da muß ich weg von”, “Ich will hier raus” und “die Treppe runter geht nicht”. Die Kiste mit dem 45sten Stock ist einfach nicht mehr dabei.

Was dann natürlich auch erklärt, warum ein entspannter Golfer besser spielt als ein gestresster: Weil er eben ein paar Sachen mehr im Kopf  behalten kann.

Das ändert natürlich auch nichts daran, daß selbst ein Albert Einstein (hat der eigentlich auch Golf gespielt?) keine 37 Dinge gleichzeitig beachten kann, wenn er auf die weisse Pille schielt.

So. Meine Fehler sind reichhaltig und sicherlich mehr als die sieben Dinge, die ich selbst im entspannten Zustand vielleicht im Kopf behalten könnte.

Meine Bälle fliegen mit Fleiß und sogar relativ konstant nach rechts. Und nicht nur einfach so nach rechts (das würde sich, soweit ich das mittlerweile weiß, “Push” nennen), sondern mit einem ziemlich massiven Bogen nach rechts.

Das bedeutet zum einen, daß ich den Ball vom Start weg zu weit nach rechts schlage. Und zum anderen, daß die Schlägerfläche dabei noch weiter nach rechts zeigt und dem Ball einen ordentlichen Drall verpasst.

Von der Schlagmechanik kann das jetzt schon mal auf zwei Dinge zurückzuführen sein:

1.) Ich schlage von Innen nach Aussen.

Das wäre ja erstmal gar nicht so schlecht, weil – laut YouTube – der häufigste Grund für einen “Slice” (der Bogen nach rechts) ein Schlagen von Aussen nach Innen ist.

Da habe ich meine Zweifel, daß das wirklich mein Fehler ist. Da mein Ball aber gerne schon nach rechts startet, komme ich zumindest nicht allzuweit von Aussen. Immerhin was.

2.) Schlägerfläche ist offen.

Das heißt, daß die Schlägerfläche nach rechts zeigt und zwar relativ zur Schwungbahn.

Das ist mit Sicherheit der Fehler zwischen Schlägerkopf und Ball bei mir.

Schön, aber was hilft dieses Wissen jetzt mir? Nicht viel. Ich weiß, ich muß die Schlägerfläche mehr schliessen. Aber wie?

Da kommt dann die Prostunde ins Spiel: Denn zumindest dort gibt es eine Kamera, die einem schon recht deutlich zeigt, wo der Fehler ist.

Bei mir ist es das linke Handgelenk. Das müßte im Moment des Treffens eigentlich nach vorne unten zeigen. Sie zeigt aber ziemlich deutlich nach rechts oben.

Schön, wir kommen der Sache näher. Also das Handgelenk im Abschwung drehen.

Was so einfach gar nicht ist. Denn was dabei ganz gerne passiert – und wohl auch mir – ist, daß der Schlägerkopf die Hände überholt. Was man in der Fachsprache dann “Löffeln” nennt.

Auf Videos sieht es so aus, als das mein linker Handrücken zwar nach vorne zeigt, aber nach vorne oben. Und nicht nach vorne unten. Wobei ich es trotzdem schaffe, die Hände nicht vom Schlägerkopf überholen zu lassen. Immerhin.

Das ist der eine Punkt: Unterarm/Handgelenk drehen im Abschwung.

Der nächste Punkt ist, daß ich mich nicht so wirklich in Richtung des Balles bewege. Wie immer man das nennen will: Hüftdrehung, Hüfte seitwärts, wat auch immer. Jedenfalls nicht genug, wenn überhaupt.

Im Effekt führt das dazu, daß meine Schwungbahn vor dem Ball den tiefsten Punkt erreicht. Ist zwar beim “Testosteronprügel” schon ganz ok, aber bei den Eisen sollte es anders sein: Der tiefste Punkt (und etwas fliegender Acker) sollte nach dem Ball sein.

Lösung: Gewichtsverlagerung.

Dritter Punkt: Ball angucken.

Die alter Leier von wegen “Kopf nicht zu früh heben” bedeutet genau das: Guck den Ball an. Und zwar da, wo er gerade ist und nicht da, wo er gleich sein wird.

Was bei der Geschwindigkeit des Balles (wenn man ihn den richtig getroffen hat) bedeutet, daß man in der Zeitlupenaufnahme so aussieht, als würde man noch lange da hin gucken, wo der Ball gar nicht mehr ist.

Vierter Punkt: Der Griff.

Zum einen der tatsächliche Griff: Meiner ist zu “stark”. Die rechte Hand nicht weit genug über dem Schläger, die linke passt schon. Höchstens etwas zu hoch am Schläger.

Aber das ist nicht der Witz, denn den Schläger kann man greifen und dann vergessen. Man darf nur nicht mehr loslassen.

Und dann kommts: Die ebenso alte Leier von “halt den Schläger wie ein kleines Vögelchen.

Ebenso tausendmal gehört aber nie verstanden.

Ist aber so. Wenn ich ein Vögelchen (darf auch ein Adler sein) so halten würde, wie meinen Schläger, hätte ich ein totes Federvieh in den Händen. Ein “Ex-Vögelchen” sozusagen.

Donnerstag habe ich zwei Stunden auf der Driving Range verbraucht und versucht, diese Dinge umzusetzen. Wobei mir das mit der Griffstärke erst am Schluß aufging.

Und siehe da: Es hat geklappt!

Die große Quizfrage ist jetzt nur noch, ob ich das auch wiederholen kann.

 

Das sind natürlich alles meine Fehler. Und jemand anderem helfen sie eher weniger.

Vom Ballflug her ist mein Problem ein “Slice”. Aber die Ursachen sind so viele, daß es keinen Tip gibt, der für alle passt. Auch wenn noch so viele YouTube Videos etwas anderes sagen.

 

 

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Ich sehe den Fehler!

Nachdem ich heute in den saueren Apfel gebissen habe und tatsächlich – so als alter Autodidakt – eine Trainingsstunde gemacht habe, muß ich echt sagen, daß es sich gelohnt hat.

Erstmal jedenfalls.

So einige flogen tatsächlich nach links (Helau!) ein paar sogar mit Bogen, und sogar mit dem Testosteronschläger flogen sie eher geradeaus. Manchmal.

In der Stunde jedenfalls. Das Ganze danach wieder zu reproduzieren hat – natürlich – nicht geklappt. Oder zumindest nicht so doll wie in der Stunde.

Aber das gehört wohl so.

Nuja, jedenfalls hatte ich – wie gestern – die GoPro dabei. Und siehe da: Ich sehe den Fehler!

Ich will jetzt nicht anfangen, hier Golfunterricht oder gar den Typen zu spielen, der den Stein der Weisen gefunden hat. Denn das ist eh Quatsch. Was für den einen funktioniert, klappt beim anderen gar nicht.

(Nur so viel: Mein Problem heißt “Handgelenk”)

Dumm nur, daß ich den Fehler jetzt sehe. Naja. Diese Woche kann ich nachmittags immer hinfahren und weiter üben. Morgen gehts weiter.

Aber ich wette mal, daß ich in ein paar Wochen oder so wieder an einem Knackpunkt bin wo es nicht weiter geht. Aber dann werde ich nicht mehr schweren Herzens eine Trainerstunde gönnen sondern mit Freuden!

Man selbst sieht ja seine eigenen Bockschüße nicht. Und irgendwen fragen, bringt nun eher wenig. Da kriegt man dann so lustige Kommentare wie “Das sind Chicken Wings, kenn ich” oder “du drehst dich zu sehr”.

Was ja vielleicht für die Person der Knackpunkt war. Für meinereiner aber nix bringt.

Dann lieber einen Pro. Wobei ich sogar Glück habe. Denn mein Pro ist eigentlich ein Lehrling. Ich werde also zum jetzigen Zeitpunkt erstmal nicht arm bei den Stunden.

Wobei “Lehrling” in Fleesensee – soweit ich das verstehe – heißt, daß es ein Golflehrer ist, der bei dem besten gerade was dazu lernt. Oder so. Jedenfalls für mich passts.

Er sieht meine Fehler und kriegt sie mir so erklärt, daß ich was davon habe.

Daß sogar ich jetzt den nächsten Fehler sehe!

Oh, und eventuell sind meine Schläger zu lang. Mal gucken. Ich greif einfach etwas tiefer. Passt schon.

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